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Durchbruch in der Kosmetik: Europa sagt Ja zu CBG in Kosmetika

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Durchbruch in der Kosmetik: Europa sagt Ja zu CBG in Kosmetika

Europäische Kommission lässt CBD in Kosmetikartikeln zu

Nicht nur das Cannabinoid CBD hat es schwer, bei uns auf legalem Wege Fuß zu fassen. Es gab sogar eine Zeit, da verschiedene Produkte wie CBD-Öl aus den Regalen der Drogerien verschwanden. Kein Wunder also, dass es auch beim Kauf von CBD-Blüten und CBD Hasch/Harz immer wieder zu Unsicherheiten über deren Legalität kommt. Ebenso wenig verwunderlich ist, dass auch das Cannabinoid CBG keinen leichten Start hatte. Obwohl doch gerade das Cannabigerol, wie das Cannabinoid mit vollem Namen heißt, etliche Vorteile für die Haut mit sich bringt. Um so schöner, dass die Europäische Kommission Cannabigerol Anfang des Jahres 2021 als Inhaltsstoff für Kosmetikprodukte zugelassen hat. Genauer gesagt: Die Europäische Kommission hat Cannabigerol in ihre Cosing-Datenbank mit aufgenommen, in welcher alle für die Kosmetik zugelassenen Inhaltsstoffe aufgelistet sind.

Eine Revolution: CBG in der Kosmetikbranche

Ab jetzt können Anhänger der Hanfpflanze also nicht nur CBD online kaufen. Denn nun darf auch das Cannabinoid CBG in Cremes, Bodylotions und anderen Kosmetikartikeln zum Einsatz kommen. Von dieser Neuerung in Sachen Legalisierung einzelner Inhaltsstoffe der Hanfpflanze profitieren über Nacht zahlreiche Unternehmen. Ob Klein- oder Großunternehmer, Industrie oder Hanfbauer: Für sie alle bedeutet diese Entscheidung der Europäischen Kommission eine Revolution und die Möglichkeit, völlig neue Wege zu beschreiten. Doch was bedeutet dies für den Nutzer? Welche Vorteile hat diese Neuerung für den Anwender selbst?

CBG: Ein unterschätztes Cannabinoid

Nicht jeder, der CBD-Blüten oder legales Hasch/Harz kaufen möchte, verwendet auch Naturkosmetik mit CBD oder CBG. Auch kennt nicht jeder CBD-Freund CBG-Öl, während das beliebte CBD-Öl buchstäblich in aller Munde ist. Dabei ist gerade das Cannabigerol ein wichtiges Cannabinoid. Und dies, obwohl es normalerweise in der getrockneten Cannabispflanze nur in Spuren von etwa 1% nachzuweisen ist. Immerhin sind bis jetzt weit mehr als 120 Phytocannabinoide der Cannabispflanze bekannt, von denen CBG also nur einen mengenmäßig kleinen Teil ausmacht.
Doch was macht genau dieses Cannabinoid so besonders? Ganz einfach: Es ist so etwas wie der Ursprung oder die Stammzelle sämtlicher Cannabinoide der Pflanze. Durch einen natürlichen Umwandlungsprozess gehen aus diesem Cannabinoid alle anderen Cannabinoide hervor.

CBG: Die Mutter von CBD

CBG ist als Vorstufe von CBD bekannt geworden, welches sich vor allem in CBD-Öl und den beliebten CBD-Blüten befindet. CBG ist in seiner sauren Form (CBGA) besonders in der jungen Cannabispflanzen enthalten, die noch keine Blüten gebildet hat. Je jünger die Pflanze, desto höher ist also der Gehalt an CBG bzw. dessen Vorläufer CBGA. Durch Sonneneinstrahlung, Wärme und Trocknung kommt es mit der Zeit zu einem Umwandlungsprozess. Im Verlauf dieses Prozesses kann sich die CBG-Säure (CBGA) in so gut wie jedes Cannabinoid umwandeln. Sie wird daher auch gern als „Mutter aller Cannabinoide“ bezeichnet. CBG in seiner phenolischen Form wiederum wird in CBD umgewandelt. Durch spezielle Destillationsverfahren kann diese Umwandlung jedoch verhindert werden, so dass Cannabigerol als Vorstufe von CBD im Extrakt erhalten bleibt.

Cannabigerol: Das Cannabinoid für die Haut

CBG ist genauso wenig psychoaktiv wirksam wie CBD, welches nicht nur im CBD-Öl enthalten ist. Bei CBD-Natural können Kunden neben diesem eben auch legales Gras und legales Hasch/Harz kaufen. Niemand dürfte CBD online kaufen oder in CBD-Shops erwerben, wenn CBD die gleiche Wirkung wie THC hätte. Die Wirkung von CBD wurde lange untersucht, um schädliche Effekte ausschließen zu können. Ähnlich verhält es sich nun mit CBG. Auch dieses Cannabinoid musste sich erst einer Reihe von labortechnischen und medizinischen Untersuchungen unterziehen, damit es nun endlich auch für die Kosmetikindustrie offiziell zugelassen wurde. Dabei soll sich CBG bei diversen Hautproblemen als recht hilfreich erwiesen haben.

Eigenschaften von CBG

CBG soll vor allem antibakterielle, antientzündliche und antioxidative Eigenschaften besitzen. Diese kommen sowohl in den oberflächlichen als auch in den tieferen und mittleren Hautschichten zur Entfaltung. In der Haut selbst befinden sich zahlreiche CB1- und CB2-Rezeptoren – die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Interaktion mit diesem Cannabinoid. Studien zufolge kann CBG die Talgproduktion regulieren, was sich äußerst hilfreich bei Akne und anderen Beschwerden erweist. Hautprobleme, die mit einer erhöhten Talgproduktion oder massiven Entzündungen einhergehen, sprechen also oftmals auf Cremes auf Cannabinoidbasis an.

Studien über topisch angewandtes CBG

Eine im Jahre 2006 durchgeführte Studie berichtet, dass hochdosierte, mit Cannabinoiden angereicherte Cremes allergisch bedingten Juckreiz reduzieren konnten. Hier scheinen die Cannabinoide an Zellrezeptoren zu binden, die sich in den Immunzellen der Haut befinden. Auf diese Weise wird ein überreagierendes Immunsystem beruhigt, welches für den juckenden Ausschlag verantwortlich ist. Im Jahre 2013 belegten Untersuchungen die Annahme, dass CBD und CBG die Zellteilung, das Zellwachstum und die Zelldifferenzierung regulieren können. Ob Akne, Psoriasis oder allergisch bedingter Juckreiz: Neben CBD könnte in Zukunft auch CBG Gegenstand interessanter Forschungen sein, um solche Beschwerden kosmetisch und medizinisch positiv zu beeinflussen.

Hanfzucht mit besonders hohem CBG-Gehalt

Hanfzüchtern ist es nun nach mehreren Zuchtversuchen gelungen, Pflanzen zu züchten, die von Natur aus einen hohen Gehalt an CBG aufweisen. Dieser verringert sich in diesen speziellen Zuchtpflanzen auch nicht, wenn sie ausgewachsen sind. Ähnliches kennt man vom Nutzhanf, der Dank geschickter Züchtungen weniger als 0,2% THC aufweist oder von Pflanzen mit einem bestimmten CBD-Gehalt. Somit ist es möglich, solche Cannabispflanzen gezielt für den Einsatz in der Kosmetikindustrie einzusetzen.

Fazit

Neben dem bekannten CBD-Öl gibt es übrigens mittlerweile auch CBG-Öl. Auch dieses wenden Anwender gern verdünnt an, indem sie es in ihre Bodylotions und Cremes einrühren. Auch für die hausgemachte Naturkosmetik wird ein CBG-Öl also vermutlich schon länger verwendet – ganz ohne Kommissionsbeschluss.
Doch für den kommerziellen Einsatz in Kosmetikprodukten war die Aufnahme in die Cosing-Datenbank notwendig. Nun endlich haben es Anwender schwarz auf weiß: CBG hält auch strengen Überprüfungen sachverständiger Gremien stand. Und so wird es bald in Form von Cremes und mehr auch bei CBD-Natural zu finden sein!

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